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Kleiner Knigge für die Hochzeitsgäste

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Benimmregeln für Hochzeitsgäste

Teil einer Hochzeit zu sein ist immer etwas Besonderes. Dies bedeutet nicht nur, dass ihr den besonderen Tag von Braut und Bräutigam miterleben dürft, sondern ihr liegt dem Brautpaar auch sehr am Herzen. Selbst wenn Hochzeitsgäste nicht im Vordergrund der Hochzeit stehen, so tragen sie dennoch maßgeblich zum Gelingen einer Hochzeitsfeier bei. Dabei ist es unwesentlich, ob das Brautpaar zur Familie gehört, ihr dem engsten Freundeskreis angehört oder jemand aus der Firma heiratet. Auf jeder Hochzeit gelten bestimmte Benimmregeln, die es zu beachten gilt und diese zu kennen ist nicht nur essentiell, damit ihr selbst euch wohlfühlt, sondern auch, damit ihr und das Brautpaar euch und die gesamte Hochzeitsfeier in besonders positiver Erinnerung behalten.

Benimmregeln nach Aussprache der Einladung

Das korrekte Verhalten der Hochzeitsgäste beginnt bereits bei Erhalt der Einladung. Eine Hochzeit zu planen ist für das Brautpaar häufig nicht einfach. Es gilt, den Aufwand einzuschätzen, die Kosten zu kalkulieren und auch die Sitzordnung zu planen. Dabei ist nicht nur das Brautpaar auf eure Zu- oder Absage angewiesen, sondern auch die Hochzeitsdienstleister wünschen bereits zu Beginn der Planung eine ungefähre Einschätzung, mit wie vielen Personen gerechnet werden kann. Zudem freut sich das Brautpaar auf eure Reaktion. Dabei wäre eine Absage zwar traurig, aber nicht gravierend, wenn sie taktvoll, aus guten Gründen und rechtzeitig erfolgt. Aber auch Zusagen sollten möglichst zeitnah ausgesprochen werden. Dies zeugt nicht nur von Respekt, sondern zeigt auch euer Interesse an Braut und Bräutigam und deren anstehender Hochzeit.

Kurzfristige Notfälle, wie z.B. akute Krankheiten, bilden natürlich eine Ausnahme und können auch kurzfristig kommuniziert werden. Dabei solltet ihr jedoch bei der Wahrheit bleiben und die Absage nicht leichtfertig aussprechen.

Benimmregeln bei der Geschenkauswahl

Das Thema „Hochzeitsgeschenk“ ist für viele Hochzeitsgäste ein schwieriges Thema. Nicht nur, weil sie sich fragen, wie hoch der Betrag für das Geschenk üblicherweise ausfällt, sondern auch, weil man als Hochzeitsgast natürlich gerne die besondere Zuneigung zu dem Brautpaar ausdrücken möchte. Das Hochzeitsgeschenk sollte deshalb in den Augen der Gäste in der Regel kreativ, persönlich und nützlich sein. Dabei solltet ihr als Schenkende jedoch immer die Wünsche des Brautpaares beachten. Gerade in der heutigen Zeit sind Haushaltsgeräte meist keine gute Idee, weil Braut und Bräutigam häufig bereits zusammenwohnen und einen gemeinsamen Hausstand gebildet haben. In der Regel gibt das Brautpaar bei speziellen Wünschen bereits eine Wunschliste vor. Auch wenn sich das Brautpaar „nur“ Geldgeschenke wünscht, solltet ihr dies beherzigen. Natürlich könnt ihr auch bei diesen eurer Kreativität freien Lauf und eure persönliche Note einfließen lassen. Das eine schließt das andere nicht aus. Sollten keine Wünsche kommuniziert worden sein, lohnt es sich, bei der Familie oder den Trauzeugen nachzufragen.

Die Wünsche des Brautpaares in keinster Weise zu akzeptieren ist aber definitiv ein No-Go. Auch die Höhe des Geschenkes spielt eine wesentliche Rolle bei der Auswahl des Hochzeitsgeschenks. Hierbei solltet ihr immer bedenken, dass das Brautpaar in der Regel zwischen 50 und 150 Euro pro Hochzeitsgast ausgibt und ihr euch immer daran orientieren solltet. Üblicherweise schenkt man ungefähr den Betrag pro Person, den das Brautpaar aufwenden muss und noch ein kleines bisschen Extra. Wenn ihr euch dies finanziell nicht erlauben könnt, ist natürlich auch weniger möglich. Verschulden sollte sich kein Gast für das Geschenk.

Angemessene Kleidung als Hochzeitsgast

Auch bei der Hochzeitskleidung gibt es einige Benimmregeln zu beachten. Der Kleidungsstil sollte immer dem Rahmen der Feierlichkeit entsprechen. Wenn das Brautpaar einen Stil vorgibt, sollte sich daran gehalten werden. Dies kann beispielsweise bei besonders exklusiven Hochzeitsorten der Fahl sein. Ansonsten gilt, dass ihr euch zwar nicht verkleidet fühlen sollt, aber auch nicht zu leger erscheinen solltet; u.a. um nicht negativ aufzufallen.

Da Braut und Bräutigam am Tag der Hochzeit im Mittelpunkt stehen, ist es unangebracht, als Frau die Farbe Weiß zu tragen. Auch ein helles Creme ist unangemessen. Außerdem sollte das Outfit nicht zu freizügig sein. Die männlichen Gäste sollten die Wünsche des Bräutigams beherzigen, wenn dieser z.B. angibt, dass er als einziger eine Weste tragen möchte.

Die Empfehlung bei Benimmregeln im Kleidungsstil lautet generell: Kleidet euch dem Anlass und dem Stil der Hochzeit entsprechend; schick, aber dezent genug, um nicht herauszustechen. Grundsätzlich verboten sind dabei zu bunte Farben (außer dies wurde ausdrücklich gewünscht), zu freizügige Outfits, kurze Hosen, Jeans und T-Shirts.

Benimmregeln während der Trauung

Egal ob Standesamt oder Kirche, die Trauung ist ein festlicher Akt und keiner, bei dem Späße angebracht sind, egal wie lustig und locker das Brautpaar unter anderen Umständen ist. Grundsätzlich bedeutet dies auch, dass ihr pünktlich zur Trauung erscheinen solltet. Idealerweise seid ihr bereits 30 Minuten vor Beginn der Zeremonie da, um euch ggf. noch mit anderen Hochzeitsgästen bekannt machen und euch auf eurem Platz einfinden zu können.

Bei der Platzwahl gilt, dass der Familie die ersten Reihen zur Verfügung stehen sollten. Gehört ihr nicht dazu, sucht euch am besten einen Platz weiter hinten.

Da eine Trauung ein freudiges Ereignis ist und eins, dem vor allem in der Kirche auch mit Respekt begegnet werden sollte, ist es wichtig, sich in die Zeremonie einzubringen. Dies bedeutet nicht, besonders aufzufallen. Aber gerade in der Kirche ist es wichtig, mitzumachen. Auch wenn ihr keine Kirchgänger seid, zählt es zum guten Ton, sich anzupassen und an den richtigen Stellen aufzustehen oder mitzusingen, wenn das Brautpaar und der Pfarrer dies so geplant haben.

Wie bereits erwähnt, sollte Unpünktlichkeit unbedingt vermieden werden. Solltet ihr euch dennoch verspäten, seid so unauffällig wie möglich, z.B. in dem ihr einen Platz in den letzten Reihen belegt oder sogar vor dem Standesamt oder der Kirche wartet. Macht nicht darauf aufmerksam, wenn ihr zu spät seid. Entschuldigt euch nur, wenn ihr zu den Trauzeugen gehört und die Trauung ohne euch nicht beginnen würde. Da dies umso peinlicher wäre, sollte Unpünktlichkeit der Trauzeugen wirklich vermieden werden.

Etikette beim Feiern

Auch wenn der „offizielle“ Teil mit der Trauung vorüber ist, gelten auch bei der Feier weiterhin einige Benimmregeln. Natürlich soll eine Hochzeit Spaß machen, aber ihr solltet euch dennoch nicht vollends gehen lassen. Es gibt zwar kaum Schlimmeres als wenn während der Feier überhaupt keine Stimmung aufkommt. Aber das sollte kein Anlass sein, um übermäßig viel Alkohol zu konsumieren und alle Hemmungen fallen zu lassen. Auf der anderen Seite solltet ihr euch bei der Feier auch aktiv einbringen. Sie lebt nur von dem Brautpaar und seinen Hochzeitsgästen. Tanzt deshalb mit, auch wenn Tanzen nicht zu eurer Lieblingsbeschäftigung gehört. Unterhaltet euch mit den Gästen und stoßt auch das ein oder andere Mal mit einem Glas Sekt an.

Behaltet aber die Kontrolle. Dies gilt auch bei ungeliebten Personen, auf die ihr möglicherweise bei einer Hochzeit treffen könntet. Streitereien verderben die Stimmung und gehören auf keinen Fall auf eine Hochzeitsfeier.

Benimmregeln beim Verabschieden

Auch wenn ihr irgendwann müde seid oder die Feier verlassen müsst, geht nicht, ohne euch von Braut und Bräutigam zu verabschieden. Nutzt die Gelegenheit, dem Brautpaar nochmals euren Dank für die Einladung und die gelungene Feier auszusprechen und verabschiedet euch höflich. Sollte euch an dem Abend etwas aufgefallen sein, das ihr am liebsten kritisieren möchtet, so behaltet dies zu diesem Zeitpunkt (und am besten komplett) für euch. Das Brautpaar hat sich sehr viel Mühe mit der Organisation gegeben und verdient es nicht, das Gefühl zu erhalten, sie hätten die Hochzeit nicht perfekt organisiert.

Grundsätzliche Benimmregel: Keine Hauptrolle, aber ein wichtiger Teil der Hochzeit

Als Hochzeitsgast sollte euch klar sein, dass nicht ihr, sondern das Brautpaar im Mittelpunkt steht. Dieses hat sich lange auf die Hochzeit vorbereit, sie geplant, sich Gedanken gemacht und vermutlich auch eine Menge Geld investiert, damit sie die Traumhochzeit wahrwerden lassen konnten. Euch als Hochzeitsgästen kommt in dieser Hinsicht ein wichtiger Part zu. Ihr sollt euch zwar nicht in den Vordergrund drängen, aber dennoch mehr als nur Statisten sein. Es gilt, Spaß zu haben und sich in die Feier einzubringen, ohne aus dem Rahmen zu fallen.

Mit diesem kleinen Knigge solltet ihr gut gewappnet sein, um als Gast zu glänzen.

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