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Hochzeitstorte

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Die Hochzeitstorte – mehr als nur ein Dessert auf der Hochzeitsfeier

Delikat, opulent und außergewöhnlich, das sind drei Adverbien, die die Hochzeitstorte umfassend beschreiben. Geschmacklich soll sie eine süße Überraschung für den Gaumen bereithalten. Optisch muss sie sich von dem restlichen Kuchen- bzw. Dessertbuffet abheben. Dabei soll sie sich in den dekorativen Rahmen der gesamten Hochzeit eingliedern und zudem die Individualität des Brautpaares widerspiegeln. Der Hochzeitstorte kommt deshalb eine besonders große Bedeutung im Rahmen eurer Traumhochzeit zu.

Die Hochzeitstorte – Definition

Was ist eine Hochzeitstorte eigentlich?

Die Hochzeitstorte ist definitionsgemäss ein süßes Gebäck. D.h. ein Kuchen bzw. eine Torte, häufig mehrstöckig und aus Sahnecreme und  Marzipan bestehend. Die traditionelle Farbe ist Weiß. Mittlerweile haben sich aber viele unterschiedliche Modelle, Farben und Formen entwickelt. Dennoch kann man sagen, dass die traditionelle Hochzeitstorte weiss, 3- oder 5-stöckig, rund und aus Sahnecreme und Marzipan bestehend ist. Gekrönt wird sie zumeist mit einer Brautpaarfigur aus Keramik. 

Herkunft und Tradition

Bereits in der Antike wurde im damaligen Rom zur Hochzeit traditionell ein Mandelkuchen gebacken. Dieser wurde über Braut und Bräutigam zerbröselt und anschließend von den Gästen verspeist. Dies sollte dem Brautpaar zu späterem Reichtum verhelfen, da Zucker und Mehl damals rare und sehr kostspielige Lebensmittel waren.

Im 19. Jahrhundert entstand die Hochzeitstorte wie sie heute bekannt ist. Zucker stand zu diesem Zeitpunkt bereits  regelmäßig zur Verfügung und die Kunst des  Backens rückte mehr und mehr in den Vordergrund. Dennoch war Zucker weiterhin ein Luxusgut und nur die reichsten Familien konnten sich opulente Gebäcke bzw. eine Hochzeitstorte von Konditoren leisten.

Mythen und Bräuche

1. Farbgebung der Hochzeitstorte

Die Farbe Weiß steht bei Hochzeiten seit jeher für Reinheit und Unschuld und somit für die zu vermählende Braut. Es wird vermutet, dass die Hochzeitstorte einerseits mit dieser in in Verbindung gebracht werden sollte und zum anderen galt Zucker damals als Luxusgut, das sich nur die Wohlhabenden und Adligen leisten konnten – genau wie das weiße Brautkleid. Die Farbgebung der Hochzeitstorte lässt sich vermutlich auf diese Aspekte zurückführen. 

2. Die Hauptzutat Marzipan

Marzipan setzt sich aus drei Zutaten zusammen: 

• Zucker,
• Mandeln,
• Rosenöl.

Es heißt, die Hochzeitstorte bestünde aus diesen drei Bestandteilen, um die Ehe damit zu „würzen“:

a) Die Süße des Zuckers soll für das Glück und die Liebe  des Brautpaares stehen,
b) Die Bitterkeit der Mandeln soll die schlechten Zeiten, die das Brautpaar gemeinsam zu bewältigen hat, symbolisieren und
c) das Rosenöl soll die Leidenschaft in die Beziehung bringen.

3. Die Etagen der Hochzeitstorte

In der heutigen Zeit orientieren sich die Etagen einer Hochzeitstorte in der Regel an der Gästeanzahl. Der traditionelle Hintergrund jedoch soll zum einen einen religiösen Ursprung haben und zum anderen die drei Stationen bis zur Ehe bzw. bei 5 Etagen auch weitere Lebensabschnitte symbolisch darstellen.

Die drei Etagen beschreiben die Dreifaltigkeit (Vater, Sohn und der Heilige Geist), die dem Brautpaar Segen bringen soll. Gleichzeitig stehen die 3 Etagen für die Etappen bis zur Ehe:

• Liebe
• Heirat
• Ehe

5 Etagen symbolisieren die verschiedenen Lebensabschnitte:

• Geburt
• Kommunion/Konfirmation
• Heirat
• Kinder
• Tod

4. Der Anschnitt der Hochzeitstorte

Die Tradition des Tortenanschnitts hat in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewonnen. Es wird mehr denn je darauf geachtet, wer die Hand beim Anschneiden oben hat – Braut oder Bräutigam. Der Mythos besagt, dass derjenige, der das Messer führt und dessen Hand beim Anschnitt oben aufliegt, auch in der Ehe das Sagen haben wird.

Viele Paare und auch Hochzeitsdienstleister entscheiden sich aus diesem Grund dafür, ein Messer mit zwei Griffen zu verwenden, um die Gleichberechtigung in der Ehe darzustellen. Anderen Brautpaaren wiederum bereitet es Freude, sich darum zu ranken, wer die Hand beim Anschnitt oben haben wird. 

5. Das erste Tortenstück

Nachdem die Torte angeschnitten wurde und bevor die Gäste ein Stück bekommen, füttern sich Braut und Bräutigam traditionell gegenseitig mit dem ersten Stück. Dies soll die Zuneigung und Fürsorge in der zukünftigen Ehe ausdrücken. Einige Mythen behaupten auch, dass die erste Etage der Torte nicht am Hochzeitstag verspeist werden darf und eingefroren werden soll, um kein Unglück auf Braut und Bräutigam hereinbrechen zu lassen. Vermutlich sollte dies als Vorhersage gelten, dass das Brautpaar immer genug zu essen haben werde.

Die Bedeutung der Hochzeitstorte in der Moderne

Ihr seht, die Hochzeitstorte ist mehr als nur ein besonderes Dessert auf eurer Hochzeit. Es ranken sich viele Bräuche und Sagen um sie und das zukünftige Wohlergehen von Braut und Bräutigam. Auch wenn ihr diese Mythen nicht allzu ernst nehmen solltet, so ist der ein oder andere Brauch vielleicht auch eine schöne und amüsante Anekdote für eure Hochzeit. Zumindest sollte aber die Bedeutung der Hochzeitstorte auf eurer Hochzeit nicht untergehen, sondern dieser ein würdiger Platz auf eurer perfekten Traumhochzeit geschenkt werden.

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